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KI im Job: Wie Sie mit Know-how und Mitbestimmung alle mitnehmen

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz: Herausforderungen erkennen, Chancen nutzen

Künstliche Intelligenz (KI) ist gefühlt überall – spätestens seit Tools wie ChatGPT, Gemini und anderen stehen digitale Assistenten ganz oben auf der To-Do-Liste vieler Unternehmen. Das Thema brennt und verändert die Arbeitswelt dynamisch, und zwar nicht nur irgendwann in der Zukunft, sondern längst heute. Die Nutzung dieser Tools nimmt rasant zu und verspricht einen Effizienz-Boost, führt aber auch zu neuen Herausforderungen und Fragestellungen für Beschäftigte und Betriebsräte.

Der aktuelle Stand: KI gewinnt an Boden, aber nicht alle sind dabei

Innerhalb eines Jahres ist die Nutzung von KI-Tools im Job um satte 24 Prozent gestiegen. Trotzdem nutzen bislang nur 35 Prozent der Beschäftigten täglich entsprechende Anwendungen – damit hinken wir noch dem internationalen Durchschnitt hinterher. Im Fokus stehen besonders Texte generierende Programme und automatisierte Assistenten.

Die Erwartungen an KI sind groß: Mehr Effizienz, Innovation, Entlastung. Gleichzeitig gibt es aber Unsicherheiten – etwa, wie sich die Arbeitswelt durch Automatisierung verändert und wer künftig welche Aufgaben übernimmt. Die große Mehrheit sieht KI und Automatisierung als allgemeines Risiko für den Arbeitsmarkt, aber die wenigsten fürchten konkret um ihren eigenen Job.

Kluft beim Zugang: Weiterbildung ist nicht für alle selbstverständlich

Nicht alle Mitarbeitenden bekommen im Betrieb den gleichen KI-Zugang oder passende Weiterbildungsangebote. Hier kommt es vor allem auf die Unternehmensgröße an: Große Firmen geben bei Schulungen und Infopolitik zu KI eindeutig Gas, bei kleinen Betrieben gibt es oft Nachholbedarf. Viele Beschäftigte wissen schlicht nicht, wie KI im eigenen Betrieb eingesetzt wird oder welche Chancen, aber auch Risiken und Grenzen bestehen.

KI kann Ungleichheiten verstärken – Sie können gegensteuern

KI entfaltet ihr ganzes Potenzial nur, wenn der Zugang und die Teilhabe fair sind. Studien zeigen: Fehlende Weiterbildung und ungleicher Zugang zu KI-Tools können eine digitale Spaltung im Betrieb nach sich ziehen. Jetzt sind Sie als Betriebsrat gefragt, um Brücken zu bauen und abgehängte Beschäftigte gezielt zu unterstützen.

Checkliste für Betriebsräte: So bleiben Sie am Puls des digitalen Wandels

  • Status quo im Betrieb:

    • Wo wird KI bereits genutzt, welche Teams profitieren?
    • Wer ist in die KI-Nutzung aktiv eingebunden – wer (noch) nicht?
  • Beteiligung und Kommunikation:

    • Wurde KI schon in einer Betriebsversammlung thematisiert?
    • Gibt es verständliche Infos für alle zu Chancen, Risiken und Grenzen von KI?
  • Weiterbildung:

    • Gibt es praxisnahe Trainings zu KI-Anwendungen für alle Qualifikationsstufen?
    • Bietet der Betrieb digitale Lernplattformen oder Selbstlernangebote an?
  • Datenschutz und Mitbestimmung:

    • Werden durch KI personenbezogene Daten verarbeitet? Wie ist der Datenschutz geregelt?
    • Wird der Betriebsrat im Vorfeld bei der Einführung neuer KI-Systeme eingebunden?
  • Chancengleichheit:

    • Profitieren alle Beschäftigtengruppen – oder gibt es Lücken?
    • Müssen bestimmte Gruppen gezielt gefördert werden, um nicht abgehängt zu werden?

Unser Fazit: Aktive Mitbestimmung ist jetzt gefragt!

Der digitale Wandel mit KI ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Betriebsräte, die jetzt gezielt aufklären, Weiterbildungen anschieben und sich für faire Teilhabe engagieren, machen den Unterschied. Nutzen Sie Ihre starke Rolle, um Brüche im Unternehmen zu verhindern und „KI für alle“ möglich zu machen – mit Know-how, Kommunikation und konsequenter Mitbestimmung.

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