
Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht länger Zukunftsmusik – sie verändert unseren Arbeitsalltag schon heute rasant. KI-Systeme sind smart, lernen selbstständig, analysieren riesige Datenmengen und treffen auf dieser Basis Entscheidungen, die direkt den Arbeitsalltag vieler Beschäftigter beeinflussen. Während herkömmliche IT-Systeme strikt nach Regeln „ticken“, agieren KI-Lösungen viel flexibler und adaptiver. Ob im Büro als schlauer Assistent, in der Fertigung bei der vorausschauenden Wartung oder im Gesundheitswesen beim digitalen Diagnosetool – KI ist überall auf dem Vormarsch.
KI kann uns massiv entlasten: Routinetätigkeiten werden automatisch erledigt, Informationen sind sekundenschnell auffindbar, und wir bekommen mehr Freiraum für Kreativität. Aber: Die Kehrseite ist spürbar. Viele Beschäftigte erleben durch KI auch einen Zuwachs an Kontrollgefühl, Unsicherheit und Überwachung. Hinzu kommt der ständige Druck der ständigen Erreichbarkeit sowie die Sorge, durch Automatisierung den eigenen Job zu verlieren. Die Vielzahl neuer Tools, Systeme und regelmäßige Anpassungen erzeugen Informationsflut und digitalen Stress. Studien sowie viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen zeigen: KI ist Segen und Fluch zugleich – entscheidend bleibt, wie sie eingeführt wird.
Digitale Technologien treiben die psychische Belastung nach oben. Multitasking, ständige Notifications, hohe Transparenz und das „Always on“ – all das stresst viele Beschäftigte enorm. Die Summe der digitalen Systeme, Chats, Mails und Tools sorgt für dauerhafte Unterbrechungen und erschwert es, zur Ruhe zu kommen. Zwar gibt KI manchen das Gefühl, entlastet zu werden. Gleichzeitig wächst die Angst vor Entwertung und Verdichtung der Arbeit. Hier sind Betriebsräte gefragt, die dieses Spannungsfeld aktiv mitgestalten können und – ganz wichtig – auch müssen.
KI kann Joballtag entspannen oder massiv belasten – alles steht und fällt damit, wie verantwortlich Unternehmen und Betriebsräte diese Technologien einführen und begleiten. Betriebsräte haben die Chance und die Verantwortung, Digitalisierung im Sinne der Beschäftigten mitzubestimmen. Transparenz, Mitbestimmung, Lernangebote und konkrete Maßnahmen zur Entlastung gehören jetzt an die Spitze der Agenda. Nur gemeinsam und mit offenem Blick gelingt die Transformation zu einer modernen und gesunden Arbeitswelt!
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