
Digitalisierung und KI verändern Prozesse und Arbeitsabläufe. Betriebs- und Personalräte müssen ihre Mitbestimmungsrechte kennen und aktiv gestalten. Dieser Leitfaden erläutert zentrale Aspekte und Handlungsempfehlungen.
Digitaltechnologien wie Cloud-Dienste, KI-Systeme und Collaboration-Tools bieten Chancen für Effizienzsteigerung, bergen aber rechtliche und datenschutzrechtliche Risiken. Betriebsräte sind gefordert, die Interessen der Beschäftigten zu wahren und rechtssichere Rahmenbedingungen zu schaffen (Bund-Verlag Digitalisierung).
Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hat der Betriebsrat bei Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die das Verhalten oder die Leistung der Beschäftigten überwachen können, mitzubestimmen (Gesetze im Internet). Zudem regeln DSGVO und BDSG den Schutz personenbezogener Daten, insbesondere bei automatisierten Verfahren (betriebsrat.de).
Digitale Tools können unbeabsichtigt zu Leistungsüberwachung führen. Unklare Algorithmen gefährden die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen. Mangelnde IT-Sicherheit und Datenpannen setzen Beschäftigte Risiken aus, etwa durch Profiling oder Diskriminierung.
Mit der fortschreitenden Digitalisierung und neuen Regelungen wie dem EU AI Act (der KI-Verordnung) wird die Mitbestimmung weiter an Bedeutung gewinnen. Betriebsräte sollten sich frühzeitig einmischen, um proaktiv Veränderungen zu begleiten und die Rechte der Beschäftigten zu sichern.
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